Definition
Die Landhausdiele ist ein Parkettformat mit langen, breiten Dielen, meist zwischen 1,80 und 2,40 Metern Länge und 18 bis 24 Zentimetern Breite. Sie besteht aus einer durchgehenden Nutzschicht ohne sichtbare Fugen innerhalb der einzelnen Diele, wodurch ein ruhiges, großzügiges Bild entsteht. Verlegt wird sie fast immer im Verband, also mit versetzten Stößen, was die Holzmaserung optimal zur Geltung bringt.
Warum Landhausdiele wichtig ist
Für Kunden, die einen großzügigen, natürlichen Raumeindruck wollen, ist die Landhausdiele oft die erste Wahl – gerade in Altbauwohnungen, Einfamilienhäusern oder offenen Wohnbereichen wirkt das breite Format weniger unruhig als klassisches Stabparkett mit vielen kleinen Elementen. Bei der Verlegung braucht dieses Format aber besondere Sorgfalt: Größere Dielen reagieren stärker auf Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen, deshalb ist ein passender Unterboden und die richtige Verlegetechnik entscheidend, damit sich später nichts wölbt oder Fugen aufreißen. Wer hier spart oder unsauber arbeitet, ärgert sich Jahre später über knarrende oder unebene Böden.
Beispiel
Bei einem Kunden in Schwerte haben wir kürzlich eine Eiche-Landhausdiele in einem Altbau-Wohnzimmer mit 45 Quadratmetern verlegt. Die Dielen waren 2,20 Meter lang und 20 Zentimeter breit. Weil der alte Estrich leichte Unebenheiten hatte, haben wir vor dem Verlegen ausgeglichen und eine Ausgleichszeit von mehreren Tagen eingeplant, damit sich das Holz an das Raumklima anpassen konnte. Am Ende stand ein durchgehender, ruhiger Boden ohne störende Übergänge – genau der Effekt, den die meisten Kunden bei diesem Format erwarten.
Verwandte Begriffe
- Stabparkett
- Fischgrätparkett
- Nutzschicht
- Schwimmende Verlegung
- Vollverklebung