Definition
Eine Dampfbremse ist eine Folie oder Bahn, die unter dem Parkett verlegt wird, um aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Estrich oder Untergrund vom Holz fernzuhalten. Sie bremst den Wasserdampf, der durch den Boden nach oben diffundiert, ohne ihn vollständig zu blockieren – Parkett braucht diesen minimalen Feuchteaustausch, um sich nicht zu verziehen.
Warum Dampfbremse wichtig ist
Parkett ist Naturholz, und Naturholz reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit. Kommt Nässe aus dem Estrich unbemerkt nach oben, quillt das Holz, Dielen wölben sich, Fugen reißen auf oder es bildet sich Schimmel zwischen Boden und Parkett. Gerade bei Neubauten, wo der Estrich oft noch nicht vollständig durchgetrocknet ist, oder in Kellerräumen und auf Erdgeschossböden mit direktem Bodenkontakt, ist eine korrekt verlegte Dampfbremse oft der Unterschied zwischen einem Boden, der Jahrzehnte hält, und einem, der nach zwei Jahren neu verlegt werden muss. Wir prüfen die Restfeuchte im Estrich bei jeder Beratung vor Ort mit dem Messgerät – erst danach entscheiden wir, welche Dampfbremse zum Untergrund passt.
Beispiel
Bei einem Auftrag in Schwerte hatten wir einen relativ neuen Zementestrich, der laut Bauplan erst vier Wochen alt war. Die CM-Messung ergab eine Restfeuchte, die für eine direkte Verlegung von Eichenparkett zu hoch lag. Statt Wochen auf das vollständige Austrocknen zu warten, haben wir eine PE-Folie als Dampfbremse zwischen Estrich und Parkett eingebracht, sauber überlappend verklebt und an den Rändern hochgezogen. So konnte der Kunde termingerecht einziehen, und das Parkett blieb vor der Restfeuchte geschützt.
Verwandte Begriffe
- Dampfsperre
- Trittschalldämmung
- Restfeuchtemessung
- Estrich
- Unterlagsbahn