Definition
Eine Feuchtigkeitssperre ist eine Schutzschicht zwischen Estrich bzw. Rohboden und Parkett, die verhindert, dass aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Untergrund ins Holz eindringt. Meist kommt sie als PE-Folie, Bitumenbahn oder als aufgerollte Sperrschicht direkt auf den Estrich zum Einsatz, bevor Parkett verlegt wird.
Warum Feuchtigkeitssperre wichtig ist
Parkett ist ein Naturprodukt und reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit von unten – Holz quillt, verzieht sich oder wirft Beulen, wenn Restfeuchte aus dem Estrich nach oben zieht. Gerade bei Neubauten oder frisch verlegtem Estrich ist die Restfeuchte oft höher als vermutet, selbst wenn die Oberfläche trocken wirkt. Ohne geprüfte Feuchtigkeitssperre riskieren Sie, dass sich Ihr neues Parkett nach wenigen Monaten aufwölbt oder die Fugen reißen – ein Schaden, der sich nur durch komplette Neuverlegung beheben lässt. Wir messen die Restfeuchte vor jeder Verlegung mit dem CM-Gerät und entscheiden erst danach, ob und welche Sperrschicht nötig ist.
Beispiel
Bei einem Neubau in Schwerte hatten wir einen Zementestrich, der laut Bauzeitplan „fertig ausgetrocknet" sein sollte. Unsere CM-Messung vor Ort ergab jedoch einen Feuchtewert, der für die direkte Verlegung von Fertigparkett noch zu hoch lag. Statt Wochen auf weitere Trocknung zu warten, haben wir eine PE-Folie als Feuchtigkeitssperre ausgerollt, überlappend verklebt und die Ränder hochgezogen. Erst darauf kam die Trittschalldämmung und das Parkett. Der Kunde konnte so termingerecht einziehen, ohne dass wir ein Feuchtigkeitsrisiko eingegangen sind.
Verwandte Begriffe
- Restfeuchte
- CM-Messung
- Dampfbremse
- Estrich
- Trittschalldämmung