Definition
Massivholzparkett besteht durchgängig aus einer einzigen Holzart, ohne Trägerschicht oder Verklebung mehrerer Lagen. Jede Diele oder jeder Stab ist massives Holz von der Oberfläche bis zur Unterseite. Dadurch lässt sich der Boden im Gegensatz zu Mehrschichtparkett mehrfach abschleifen und neu aufbereiten.
Warum Massivholzparkett wichtig ist
Für uns ist Massivholzparkett die ehrlichste Form von Parkett, weil hier nichts kaschiert wird – jede Maserung, jeder Ast und jede Farbnuance kommt direkt aus dem gewachsenen Holz. Wer sich dafür entscheidet, investiert in einen Boden, der Generationen überdauern kann, wenn er richtig verlegt und gepflegt wird. Gerade bei der Beratung vor Ort erklären wir häufig, dass Massivholzparkett empfindlicher auf Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen reagiert als mehrschichtige Varianten. Deshalb gehört eine fachgerechte Verlegung mit ausreichend Zeit zur Akklimatisierung und die richtige Wahl der Verlegeart untrennbar dazu – das ist Erfahrung, die man nicht aus dem Baumarktprospekt bekommt, sondern nur durch jahrzehntelange Praxis am Objekt selbst.
Beispiel
Bei einem Altbau in Dortmund-Wambel haben wir vor einigen Jahren Eichen-Massivholzparkett in Stabverlegung eingebaut. Die Dielen waren durchgehend 22 Millimeter stark, sodass der Boden auch nach über zehn Jahren noch zweimal abgeschliffen und neu geölt werden konnte, ohne dass eine Trägerschicht sichtbar wurde. Der Kunde hatte anfangs Bedenken wegen der hohen Kellerfeuchte im Haus – wir haben deshalb eine Ausgleichsschicht eingeplant und das Holz vor der Verlegung mehrere Tage im Raum lagern lassen. Das Ergebnis: ein Boden, der bis heute knarzfrei und formstabil ist.
Verwandte Begriffe
- Mehrschichtparkett
- Stabparkett
- Fischgrätverlegung
- Parkett schleifen
- Parkett ölen