Definition
Schiffsboden ist ein Parkettmuster aus langen, gleich breiten Holzdielen, die durchlaufend und ohne Versatz nebeneinander verlegt werden. Die Stöße der einzelnen Bretter liegen unregelmäßig verteilt im Raum, statt wie beim Fischgrät– oder Würfelmuster einer festen Systematik zu folgen. Der Name stammt von der klassischen Bauweise auf Schiffsdecks, bei der lange Planken parallel zur Schiffslänge verlegt wurden.
Warum Schiffsboden wichtig ist
Für uns als Betrieb mit Wurzeln im Bootsbau hat dieses Muster einen besonderen Stellenwert – es verbindet handwerkliche Tradition mit einer Optik, die Räume ruhig und großzügig wirken lässt. Schiffsboden eignet sich besonders für größere Flächen, weil die langen Dielen die Raumwirkung strecken und wenig Unruhe ins Bild bringen. Bei der Verlegung kommt es auf sauberes Aufmaß und exakte Planung der Stoßfugen an, damit das Muster gleichmäßig und nicht zufällig wirkt. Wer sich für Schiffsboden entscheidet, bekommt einen zeitlosen Bodenbelag, der sich sowohl in Altbauwohnungen als auch in modernen Neubauten bewährt.
Beispiel
Bei einem Einfamilienhaus in Schwerte haben wir im Wohn-Ess-Bereich, rund 55 Quadratmeter, Eichendielen als Schiffsboden verlegt. Die Bretter waren jeweils zwischen 2,20 und 2,80 Meter lang, sodass über die gesamte Raumlänge nur wenige Stöße sichtbar sind. Nach dem Verlegen haben wir die Fläche geschliffen und geölt, damit die Maserung der Eiche sichtbar bleibt und der Boden strapazierfähig für den Alltag mit Kindern und Hund wird.
Verwandte Begriffe
- Fischgrätmuster
- Landhausdiele
- Massivholzdiele
- Verlegemuster
- Parkett ölen